Vorberichte

Deep Purple

Deep Purple – Wenn Rockgeschichte noch lange nicht ans Aufhören denkt

Es gibt Bands, die irgendwann nur noch von ihrer Vergangenheit leben. Und dann gibt es Deep Purple. Am 4. November 2026 kommt eine der prägendsten Hard-Rock-Bands überhaupt in die Uber Arena Berlin – mit Klassikern, die längst Musikgeschichte geschrieben haben, und einem neuen Album, das ziemlich deutlich macht: Hier wird noch nicht der Ruhestand geprobt.

Mehr als „Smoke on the Water“

Natürlich: Sobald der Name Deep Purple fällt, dauert es ungefähr drei Sekunden, bis irgendwo im Kopf dieses eine Gitarrenriff loslegt.

„Smoke on the Water“ gehört zu den bekanntesten Rocksongs überhaupt. Aber Deep Purple darauf zu reduzieren, wäre ungefähr so, als würde man ein komplettes Konzert nach dem ersten Song verlassen.

Mit Stücken wie „Highway Star“, „Child in Time“, „Black Night“, „Perfect Strangers“ oder „Space Truckin’“ hat die Band über Jahrzehnte einen Sound geprägt, der Hard Rock und Heavy Metal maßgeblich beeinflusst hat.

Und das Verrückte daran: Diese Geschichte begann bereits 1968.

Deep Purple im Jahr 2026

Wer jetzt allerdings eine reine Nostalgie-Veranstaltung erwartet, dürfte sich täuschen.

Deep Purple stehen 2026 mit Ian Gillan, Roger Glover, Ian Paice, Don Airey und Simon McBride auf der Bühne.

Gerade McBride hat an der Gitarre längst gezeigt, dass er nicht gekommen ist, um einfach nur alte Fußstapfen auszumalen. Die aktuelle Besetzung wirkt vielmehr wie eine Band, die ihre Vergangenheit kennt, aber trotzdem noch Lust darauf hat, weiterzumachen.

Und dafür gibt es inzwischen auch reichlich neues Material.

SPLAT! – ziemlich lebendig für eine Rocklegende

Im Juli 2026 erschien mit „SPLAT!“ das inzwischen 24. Studioalbum von Deep Purple.

Produziert wurde es erneut von Bob Ezrin, mit dem die Band bereits bei mehreren ihrer jüngeren Alben zusammengearbeitet hat.

Songs wie „Arrogant Boy“, „Diablo“ und „Guilt Trippin’“ zeigen dabei eine Band, die nicht versucht, auf Teufel komm raus jung zu klingen.

Warum auch?

Deep Purple müssen niemandem mehr beweisen, dass sie Deep Purple sind.

Stattdessen treffen schwere Gitarren, Hammond-Orgel, Gillans unverwechselbare Stimme und diese typische Mischung aus Hard Rock und musikalischer Spielfreude auf neues Material.

Und genau darum dreht sich auch die aktuelle Tour.

SPLAT! Europe Winter 2026

Im Herbst und Winter geht es für Deep Purple quer durch Europa. Auch mehrere deutsche Städte stehen auf dem Plan – und am 4. November ist Berlin dran.

Die Uber Arena dürfte dabei ziemlich genau die richtige Größenordnung für eine Band sein, deren Songs Generationen von Rockfans miteinander verbinden.

Denn bei Deep Purple steht inzwischen vermutlich derjenige neben einem, der die Band schon in den Siebzigern gehört hat – und auf der anderen Seite jemand, der „Smoke on the Water“ irgendwann als erstes Gitarrenriff gelernt hat.

So etwas schaffen nicht viele Bands.

Unterstützung von JAYLER

Bevor Deep Purple übernehmen, gehört die Bühne an diesem Abend JAYLER.

Damit bekommt Berlin nicht einfach nur einen möglichst beliebigen Opener vor die Nase gesetzt. Die junge britische Rockband bringt einen Sound mit, der ziemlich gut zu einem Abend passt, an dem klassische Rock-DNA ohnehin eine große Rolle spielen wird.

Danach dürfte allerdings endgültig klar sein, wegen wem die meisten Menschen gekommen sind.

Deep Purple – SPLAT! Europe Winter 2026

Mittwoch, 04. November 2026
Beginn: 19:30 Uhr
Einlass: 17:30 Uhr
Uber Arena Berlin
Support: JAYLER

Bühnenblitz meint:

Über Deep Purple könnte man problemlos einen halben Roman schreiben. Muss man aber gar nicht.

Entscheidend ist etwas anderes: Nach fast sechs Jahrzehnten Bandgeschichte stehen sie noch immer auf großen Bühnen und veröffentlichen neue Musik, anstatt nur ihre alten Hits durchs Land zu tragen.

Natürlich wollen wir „Highway Star“. Natürlich wollen wir „Smoke on the Water“. Und wenn die ersten Töne eines Klassikers durch die Uber Arena gehen, werden vermutlich auch Menschen mitsingen, die behaupten, sie würden so etwas niemals tun.

Aber gerade die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart macht diesen Abend interessant.

Rockgeschichte gehört schließlich nicht ins Museum. Manchmal gehört sie einfach verdammt laut auf eine Bühne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert