Cascada – „Everytime We Touch“
Cascada – „Everytime We Touch“ und plötzlich sind die 2000er wieder da
Es gibt Songs, bei denen reichen die ersten Sekunden und irgendwo im Kopf geht sofort die Discokugel an. Cascada haben davon gleich mehrere im Gepäck. Anfang 2027 kehrt der international erfolgreiche Dance-Pop-Act für sechs exklusive Deutschland-Konzerte zurück – und am 26. Januar wird Huxleys Neue Welt in Berlin ziemlich sicher nicht zum stillen Zuhören einladen.
Dieser eine Song, den wirklich jeder kennt
Man muss nicht einmal eingefleischter Cascada-Fan sein.
„Everytime We Touch“ lief Mitte der 2000er praktisch überall. Clubs, Radios, Partys – wer diese Zeit musikalisch mitbekommen hat, dürfte den Refrain heute noch ziemlich problemlos hinbekommen.
Für Cascada wurde der Song zum internationalen Durchbruch.
Dabei begann die Geschichte bereits einige Jahre zuvor. Hinter Cascada stehen Sängerin Natalie Horler sowie die Produzenten Manuel Reuter und Yann Peifer.
Gemeinsam entstand jener Mix aus Dance, elektronischen Beats und großen Popmelodien, der Cascada schließlich weit über Deutschland hinaus bekannt machte.
Von Deutschland einmal um die Welt
Was folgte, war eine Karriere, die für einen deutschen Dance-Act alles andere als selbstverständlich ist.
Cascada feierten Erfolge in zahlreichen Ländern und schafften es insbesondere auch in Großbritannien und den USA in die Charts.
Nach „Everytime We Touch“ kamen weitere Songs, die den Namen endgültig festigten.
„Miracle“, „What Hurts the Most“ und natürlich „Evacuate the Dancefloor“ gehören bis heute zu den bekanntesten Cascada-Titeln.
Letzterer schaffte es 2009 sogar an die Spitze der britischen Singlecharts.
Nicht schlecht für einen Act, dessen Musik manchmal vorschnell in der Schublade „2000er-Party“ verschwindet.
Natalie Horler ist Cascadas Gesicht
Im Mittelpunkt steht seit Beginn Natalie Horler.
Ihre Stimme ist eines dieser Merkmale, bei denen man nicht lange überlegen muss, wer gerade aus den Lautsprechern kommt.
Kräftig, klar und groß genug, um gegen elektronische Beats nicht unterzugehen.
Und genau das dürfte bei den Konzerten 2027 wichtig werden.
Denn Cascada live bedeutet eben nicht einfach, eine alte Playlist aufzudrehen und Natalie davorzustellen. Die angekündigte Tour soll die Dancefloor-Hymnen der Vergangenheit mit einer modernen Live-Produktion verbinden.
Nostalgie? Definitiv.
Aber bitte mit ordentlich Bass.
Die 2000er haben offenbar beschlossen zurückzukommen
Überhaupt erleben die musikalischen 2000er gerade eine bemerkenswerte zweite Runde.
Songs, die eine ganze Generation mit MP3-Playern, Klingeltönen und viel zu niedrig sitzenden Jeans verbunden hat, erreichen heute über Streaming und Social Media teilweise ein neues Publikum.
Cascada passen perfekt in diese Entwicklung.
Denn viele ihrer großen Titel funktionieren zwanzig Jahre später erstaunlich gut.
Vielleicht gerade deshalb, weil sie nie besonders kompliziert sein wollten.
Große Melodie. Großer Refrain. Beat drunter.
Fertig.
Manchmal muss Musik auch einfach Spaß machen.
Sechs Deutschland-Konzerte – Berlin ist dabei
Im Januar 2027 stehen sechs exklusive Deutschland-Shows auf dem Programm.
Los geht es am 23. Januar in München. Danach folgen Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Dortmund und Köln.
Für Berlin geht es ins Huxleys Neue Welt.
Und das könnte ziemlich gut passen.
Keine riesige Arena mit kilometerweiter Entfernung zur Bühne, sondern eine Halle, in der aus einem Dance-Pop-Konzert relativ schnell eine ziemlich große Party werden kann.
Die Frage dürfte deshalb weniger sein, ob bei „Everytime We Touch“ mitgesungen wird.
Eher, wie viele überhaupt stillstehen können.
Cascada – Deutschland Tour 2027
Dienstag, 26. Januar 2027
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Huxleys Neue Welt
Hasenheide 107–113, Berlin
Bühnenblitz meint:
Ja, Bühnenblitz hat eine ziemlich ausgeprägte Schwäche für harte Gitarren. Und nein, Cascada haben damit ungefähr so viel zu tun wie ein Moshpit mit einem gemütlichen Kaffeekränzchen.
Aber gute Musikberichterstattung darf verdammt nochmal auch Spaß machen.
Und wenn Natalie Horler „Everytime We Touch“ anstimmt, werden vermutlich einige Menschen plötzlich feststellen, dass sie den Text nach zwanzig Jahren immer noch erschreckend gut kennen.
Wir nennen das jetzt einfach musikalisches Langzeitgedächtnis.
Am 26. Januar darf Berlin deshalb Glitzer gegen Lederjacke tauschen. Oder noch besser: einfach beides tragen.
