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Mia Morgan – „Ein bisschen schlimmer“

Mia Morgan – „Ein bisschen schlimmer“: Zwischen Abgrund, Trotz und verdammt guten Popsongs

Mia Morgan macht Musik für die Momente, in denen eben nicht alles gut ist – und auch niemand so tun muss, als wäre es das. Mit ihrer „Ein bisschen schlimmer – Tour 2026“ geht die Sängerin im Herbst wieder auf die Bühne. Am 10. Oktober macht sie Halt im Modus Berlin und bringt ihre ganz eigene Mischung aus Indie, Pop, Rock und dunkler Melancholie mit.

Bei Mia Morgan darf es wehtun.

Ihre Musik beschäftigt sich mit Beziehungen, Selbstzweifeln, Wut, Sehnsucht und all den Gedanken, die meistens genau dann auftauchen, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann.

Dabei klingt das allerdings nicht nach musikalischem Selbstmitleid. Mia Morgan kann verletzlich sein und im nächsten Moment ziemlich bissig werden. Zwischen melancholischen Passagen tauchen Gitarren auf, zwischen düsteren Gedanken plötzlich Melodien, die sich erstaunlich hartnäckig im Kopf festsetzen.

Genau diese Gegensätze machen ihren Sound aus.

Zwischen Indie, Pop und dunkleren Tönen

Mia Morgan lässt sich musikalisch nur ungern auf eine einzige Richtung festlegen.

Indie-Pop trifft auf Alternative und Rock, dazu kommen Einflüsse aus der düsteren Ecke. Ihre Texte bleiben dabei direkt und persönlich – manchmal unangenehm ehrlich und gelegentlich mit genau der Portion Ironie versehen, die es braucht, damit aus einem traurigen Gedanken kein Drei-Minuten-Jammerlied wird.

Mit Veröffentlichungen wie „Gruftpop“ machte sie schon früh ziemlich deutlich, dass Hochglanz-Pop nicht unbedingt das Ziel ist.

Ihre eigene Ästhetik gehört genauso dazu wie die Musik: dunkel, eigenwillig und mit einer gewissen Lust daran, Dinge eben nicht hübscher darzustellen, als sie sind.

„Ein bisschen schlimmer“

Schon der Titel der Tour klingt herrlich wenig nach der üblichen Alles-wird-gut-Botschaft.

„Ein bisschen schlimmer“ passt ziemlich gut zu einer Künstlerin, die sich musikalisch nicht davor scheut, auch die weniger schönen Seiten des Lebens auszupacken.

Live bekommen diese Songs noch einmal eine andere Energie. Aus persönlichen Texten werden plötzlich Zeilen, die ein ganzer Raum mitsingt – und aus einem Gedanken, der eigentlich ziemlich einsam klingt, wird für ein paar Minuten etwas Gemeinsames.

Gerade deshalb dürfte der vergleichsweise intime Rahmen im Modus Berlin gut funktionieren.

Keine riesige Distanz zwischen Bühne und Publikum. Keine Arena. Sondern ein Clubabend, bei dem man ziemlich nah dran ist.

Mia Morgan live in Berlin

Am Samstag, den 10. Oktober 2026, kommt Mia Morgan mit ihrer „Ein bisschen schlimmer – Tour 2026“ ins Modus Berlin.

Mia Morgan – Ein bisschen schlimmer
Tour 2026

10. Oktober 2026
Modus Berlin
Ritterstraße 24–27 | 10969 Berlin
Beginn: 20:00 Uhr

Bühnenblitz meint:

Der Tourtitel bekommt von uns schon mal Punkte. „Ein bisschen schlimmer“ klingt wesentlich glaubwürdiger als das nächste musikalische Versprechen, dass morgen garantiert alles wunderbar wird.

Mia Morgan darf unbequem, traurig und wütend sein, ohne dass ihre Musik deshalb permanent schwer auf den Schultern liegt. Gerade diese Mischung finden wir spannend.

Und dann ist da dieser Kontrast: Am selben Abend spielen Madsen im Tempodrom, während Mia Morgan im deutlich kleineren Modus auf der Bühne steht. Zwei völlig unterschiedliche Konzertabende – und genau solche kleinen Clubshows sollte man nicht unterschätzen.

Wer Musik lieber mit ein paar Kratzern statt frisch polierter Oberfläche mag, könnte hier ziemlich richtig sein.

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