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Kontrollverlust

Kontrollverlust – Märchen schreit die Zeit: Wenn aus bekannten Songs plötzlich etwas völlig anderes wird

Man nehme einen Song, den gefühlt jeder kennt, drehe Gitarren und Schlagzeug ordentlich auf und werfe anschließend sämtliche Genregrenzen aus dem Fenster. Ziemlich genau dort beginnt Kontrollverlust. Am 9. November 2026 kommt die Band mit ihrer „Märchen schreit die Zeit Tour“ in den Festsaal Kreuzberg nach Berlin.

Coverband? Das wäre deutlich zu einfach

Kontrollverlust haben für das, was sie machen, inzwischen ihre eigene ziemlich passende Bezeichnung gefunden: „DisCover the Original“.

Denn einfach nur bekannte Songs möglichst originalgetreu nachzuspielen, ist nicht ihr Ding.

Stattdessen werden Stücke auseinandergenommen, neu zusammengesetzt und mit Gitarren, Bass und ordentlich Schlagzeug versehen. Dabei ist ziemlich egal, wo das Ausgangsmaterial ursprünglich herkommt.

Pop? Geht.

Disney? Warum nicht.

Anime- und TV-Intros? Erst recht.

Und ein Song, bei dem man eigentlich niemals auf die Idee gekommen wäre, ihn mit Rockgitarren zu verbinden? Vermutlich genau deshalb.

Vier Musiker und ziemlich wenig Respekt vor Genregrenzen

Hinter Kontrollverlust stehen Marvin, Denis, Tobias und Pablo.

Marvin übernimmt Gesang und Gitarre, Denis sitzt am Schlagzeug und steuert ebenfalls Gesang bei, Tobias sorgt am Bass für das Fundament und Pablo ist an der Gitarre unterwegs.

Gerade diese klassische Rockbesetzung ist ein ziemlich großer Teil des Konzepts.

Denn Kontrollverlust brauchen kein riesiges musikalisches Besteck, um aus bekannten Melodien etwas Eigenes zu machen. Häufig reicht die Frage:

Was passiert eigentlich, wenn wir das jetzt einfach viel härter spielen?

Die Antwort funktioniert offenbar ziemlich gut.

Vom Internet auf die Bühne

Einen zusätzlichen Schub bekam die Band über YouTube und TikTok.

Dort veröffentlichten Kontrollverlust ihre Neuinterpretationen und erreichten damit ein Publikum, das wahrscheinlich kaum unterschiedlicher sein könnte.

Das passt wiederum ziemlich gut zur Band.

Wer Anime liebt, kann hier genauso landen wie jemand, der eigentlich Punkrock hört. Und wer wegen eines bekannten Popsongs gekommen ist, steht möglicherweise fünf Minuten später mitten zwischen verzerrten Gitarren.

Kontrollverlust machen aus musikalischen Schubladen lieber Brennholz.

„Märchen schreit die Zeit“

2026 geht es allerdings nicht nur um die bekannten DisCovers.

Mit „Märchen schreit die Zeit“ steht auch ein neues Album im Mittelpunkt. Passend dazu wird die Tour ausdrücklich als Album-Release-Tour angekündigt.

Los geht es am 5. November in Hannover, anschließend führt die Reise unter anderem über Bremen und Hamburg nach Berlin. Danach stehen zahlreiche weitere Städte auf dem Plan.

Dass mehrere Termine der Tour bereits ausverkauft sind, zeigt ziemlich deutlich, dass Kontrollverlust längst mehr sind als irgendeine Internet-Coverband.

Am 9. November landet der ganze Wahnsinn schließlich in Berlin.

Festsaal statt Wohnzimmer

Und dort dürfte das Konzept noch einmal ganz anders funktionieren als auf dem Handybildschirm.

Denn die eigentliche Stärke solcher Neuinterpretationen zeigt sich spätestens dann, wenn ein Raum voller Menschen die ursprüngliche Melodie erkennt – und Sekunden später trotzdem eine komplett andere Version um die Ohren bekommt.

Genau davon lebt Kontrollverlust: Wiedererkennung trifft Überraschung.

Man kennt den Song.

Man weiß nur nicht unbedingt, was die vier damit anstellen werden.

Kontrollverlust – Märchen schreit die Zeit Tour 2026

Montag, 09. November 2026
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Festsaal Kreuzberg
Am Flutgraben 2, 12435 Berlin

Bühnenblitz meint:

Kontrollverlust sind so ein schöner Fall von: Eigentlich dürfte das gar nicht alles zusammenpassen.

Disney, Anime, Pop, Rock und irgendwelche Melodien, bei denen man plötzlich denkt: Moment mal – das kenne ich doch.

Und genau darin steckt der Spaß.

Wer eine Band erwartet, die bekannte Songs brav nachspielt, dürfte sich ziemlich schnell wundern. Hier geht es weniger um Ehrfurcht vor dem Original und mehr um die Frage, wie viel Kontrollverlust ein Song eigentlich verträgt.

Am 9. November können wir das in Berlin dann ziemlich laut herausfinden.

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