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Madsen – „Smile 2026“

Madsen – „Smile 2026“: Laut sein, mitsingen und trotzdem nicht alles schönreden

Madsen können wütend, melancholisch, euphorisch und herrlich direkt – manchmal alles innerhalb weniger Minuten. 2026 geht es mit „Smile“ wieder auf Tour. Am 10. Oktober landet die Band im Berliner Tempodrom und bringt mit schluma einen Support mit, der den Abend eröffnet.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehören Madsen zu den Bands, die sich im deutschen Alternative Rock einen ziemlich festen Platz erspielt haben. Ihre Musik funktioniert im kleinen Club genauso wie auf großen Festivalbühnen – irgendwo zwischen Indie, Punk, Alternative und einer ordentlichen Portion Rock.

Im Mittelpunkt stehen die Brüder Sebastian, Johannes und Sascha Madsen, deren gemeinsame musikalische Geschichte sogar noch weiter zurückreicht als die Band selbst.

2005 erschien das erste Album unter dem Namen Madsen. Seitdem sind Songs entstanden, die bei vielen Fans längst zum festen Live-Inventar gehören.

„Die Perfektion“, „Du schreibst Geschichte“, „Nachtbaden“ oder „Lass die Musik an“ sind genau die Sorte Songs, bei denen die ersten Reihen normalerweise nicht lange still bleiben.

Madsen können mehr als gute Laune

Wer Madsen ausschließlich mit eingängigen Refrains verbindet, hört allerdings nur die halbe Geschichte.

Ihre Texte beschäftigen sich immer wieder mit persönlichen Krisen, Beziehungen, gesellschaftlichen Themen und dem Gefühl, dass im Leben eben nicht ständig alles nach Plan läuft.

Dabei schaffen sie etwas, das gar nicht so selbstverständlich ist: ernste Themen anzusprechen, ohne dass daraus musikalische Schwere für zwei Stunden wird.

Es darf geschrien werden. Es darf getanzt werden. Und manchmal darf ein Song auch einfach wehtun.

Genau diese Mischung hat Madsen über die Jahre eine Fangemeinde eingebracht, die mit der Band älter geworden ist – während vor der Bühne längst die nächste Generation dazukommt.

„Smile 2026“

Mit „Smile 2026“ geht es im Herbst wieder auf die Straße.

Der Titel klingt erst einmal erstaunlich freundlich für eine Band, die durchaus weiß, wie man Gitarren ordentlich krachen lässt. Aber genau diese Gegensätze passen zu Madsen.

Live bedeutet das: bekannte Songs, neuere Stücke, ruhige Momente und wahrscheinlich genügend Gelegenheiten, die Stimme bereits vor Konzertende irgendwo zwischen erster Reihe und Garderobe zu verlieren.

Bevor Madsen übernehmen, steht in Berlin außerdem schluma auf der Bühne.

Damit bekommt der Abend einen Support, den man nicht erst beim letzten Song vor dem Hauptact entdecken sollte.

Madsen live in Berlin

Am Samstag, den 10. Oktober 2026, kommt „Smile 2026“ ins Tempodrom Berlin.

Madsen – Smile 2026
Support: schluma

10. Oktober 2026
Tempodrom, Berlin
Beginn: 20:00 Uhr

Bühnenblitz meint:

Madsen sind für uns eine dieser Bands, die live eigentlich mehr Sinn ergeben als nebenbei aus irgendeiner Playlist.

Da gehören Menschen vor die Bühne. Da muss jemand „Du schreibst Geschichte“ anstimmen und der Rest des Raumes übernehmen. Und ja, ein bisschen verschwitztes Chaos darf auch sein.

Was wir an der Band mögen: Nach all den Jahren wirken Madsen nicht wie eine Gruppe, die nur noch ihre alten Hits spazieren fährt. Sie haben sich ihre Ecken bewahrt und können einen Abend innerhalb kürzester Zeit von nachdenklich auf Vollgas drehen.

Der Name „Smile“ passt deshalb vielleicht besser, als man zunächst denkt.

Denn wenn am Ende die Stimme weg, das Shirt durch und trotzdem ein ziemlich breites Grinsen da ist, hat ein Rockkonzert doch eigentlich alles richtig gemacht.

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